Für eine wirksame Hämodialyse muss dem Organismus eine größere Menge Blut entnommen und wieder zugeführt werden.
Die natürlichen Blutgefäße des Menschen sind dafür jedoch nicht geeignet. Deshalb wird bei einer kleinen Operation eine Kurzschlussverbindung zwischen einer Arterie und einer Vene geschaffen, meistens im Unterarmbereich. Das Blut durchströmt die Vene dann mit einem höheren Druck und einer höheren Fließgeschwindigkeit. Diese für die Blutversorgung ungefährliche Kurzschlussverbindung wird als Shunt bezeichnet. Wenn noch kein Shunt vorhanden ist oder die Anlage eines Shunts nicht möglich ist, kann die Blutentnahme auch über einen Katheter erfolgen, der in eines der großen Blutgefäße eingelegt wird.
Da bei diesen Kathetern immer das Risiko von Infektionen besteht, sind sie nur als Not- oder Übergangslösung anzusehen.

Leider ist auch ein Shunt nicht frei von evtl. auftretenden Problemen. Wir haben über 25 Jahre lang in unserem Operationssaal die Shunts unserer Patienten ambulant operiert. Aus  Gründen der Zulassung dürfen wir als Internisten dieses leider nicht fortführen. Trotzdem besteht eine langjährige Expertise.

Zur Diagnostik stehen uns zur Verfügung:

  • Duplexsonographie
  • Shuntangiographie in unserer eigenen Röntgenanlage 
  • Fluss- und Rezirkulationsmessungen zur Überwachung der Shuntfunktion mit dem
    Transsonic ®-Gerät.

Wir pflegen eine enge Kooperation mit den interventionellen Radiologen der Röntgenpraxis am Marstall und im KRH Klinikum Siloah sowie mit der chirurgischen Abteilung im Vinzenzkrankenhaus und im KRH Klinikum Siloah. So ist eine zeitnahe Diskussion und ggf. interdisziplinäre Lösung von Shuntproblemen sichergestellt.

Dialysepatienten sind bei ansteckenden Erkrankungen stärker gefährdet. Wichtig sind aus unserer Sicht daher in jedem Dialysezentrum kontrollierte Hygienemaßnahmen, die ausschließliche Verwendung von Einmalartikeln (keine Wiederverwendung von Dialysatoren) und die sorgfältige Visite und Diagnostik durch erfahrene Ärzte. Unser Kollege Dr. Hörl ist Hygienebeauftragter und hat die nötige Weiterbildung absolviert. 
In Ergänzung zu diesen Maßnahmen behandeln wir Patienten mit ansteckenden Erkrankungen in gesonderten Räumen:

  • Patienten mit Hepatitis B, C oder HIV: Dialysezentrum Ahlem
  • Patienten mit Besiedlung durch MRSA/ORSA: Dialysezentrum Ahlem 

Wir setzen für die Dialyse moderne Geräte der Hersteller Nikkiso und Fresenius ein. Zu unseren Mitarbeitern gehören drei Dialysetechniker, die von den Herstellern geschult wurden und so Wartungsarbeiten und Reparaturen an den Geräten nach Herstellervorgaben durchführen dürfen.